Detlev Buck
Info
Detlev Buck wird am 1. Dezember 1962 in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) geboren und wächst auf dem Bauernhof seiner Eltern Herbert und Ingrid Buck, geb. Freiherrin von Steinbeck, in Nienwohld bei Hamburg auf. Seine erste Verbindung zur Filmszene kommt durch die Bekanntschaft mit dem Kameramann Wolfgang Fischer zustande, für dessen nie öffentlich gezeigten Spielfilm "Was sein muß, muß sein" er 1982 vor der Kamera steht.
Bucks bäuerliche Herkunft bildet nicht nur den Hintergrund für seine ersten Filme, sondern liefert auch den Stoff für die immer wieder zitierten Anekdoten über den "Weg vom Bauernhof ins Kino" (Stock, 1993).
In "Erst die Arbeit und dann!?", bei dem Buck auch die Hauptrolle übernimmt, sind autobiografische Bezüge offensichtlich. Der von Kritik und Publikum positiv bewertete Film verhilft Buck zur Aufnahme an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, wo er von 1985 bis 1989 studiert. Einige der zahlreichen Kurzfilme, die dort in den Jahren 1986-88 entstehen, schaffen später den Weg ins Kino oder Fernsehen.
Bucks dritter langer Spielfilm, "Männerpension" (1995), avanciert zu einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der 1990er Jahre.
Mit der mehrfach preisgekrönten Milieustudie "Knallhart" (2005/2006) entfernt sich Detlev Buck stilistisch von seinen bisherigen humoristischen Werken und liefert eine bittere Milieustudie. Und schon sein nächster Film beweist, dass sich Buck als Regisseur fortan nicht mehr auf einen Stil und ein Genre festlegen lassen will: So ist "Hände weg von Mississippi", nach einer Vorlage von Cornelia Funke, ein ebenso leichter wie farbenfroher Kinder- und Sommerfilm.
Er schreibt gemeinsam mit wechselnden Co-Autoren das Drehbuch, produziert mit seiner eigenen Firma und spielt selber Rollen unterschiedlicher Größe. Neben der Arbeit an seinen eigenen Filmen tritt Buck auch in Filmen von Kollegen auf.
Buck inszeniert zahlreiche Werbespots (u.a. für Biere, Radiosender, Schnellrestaurants und Fertighäuser), führt 1993 Regie bei zwei Video-Clips für Die Ärzte ("Mach die Augen zu" und "Schrei nach Liebe") und ist Ende 2005 zeitweilig als Moderator des TV-Filmmagazins "Cinematalk" an der Seite von Journalist Knut Elstermann auf N24 zu sehen.
Auszeichnungen
1992 Bayerischer Filmpreis: Nachwuchsregiepreis für Karniggels
1992 Preis der deutschen Filmkritik (Spielfilm) für Karniggels
1993 Deutscher Filmpreis: bestes Drehbuch für Wir können auch anders und beste Kamera für kleine Haie
1994 Goldene Filmspule
1996 Bambi
2004 Deutscher Filmpreis: Bester Nebendarsteller in Herr Lehmann
2006 Berlinale: Preis der Fipresci-Jury der internationalen Filmkritiker für Knallhart
2006 Deutscher Filmpreis: Silberne Lola für Knallhart
2007 Deutscher Filmpreis: Bester Kinder- und Jugendfilm für Hände weg von Mississippi
2007 Bayerischer Filmpreis: Bester Jugendfilm für Hände weg von Mississippi
2007 Norddeutscher Filmpreis: Für besondere Verdienste
Filmographie (Ausschnitt)
1984: Erst die Arbeit und dann? (Regisseur, Autor, Darsteller)
1991: Karniggels (Regisseur, Autor)
1993: Wir können auch anders… (Regisseur, Autor, Darsteller)
1994: Alles auf Anfang (Darsteller)
1995: Küß mich (Darsteller)
1996: Männerpension (Regisseur, Autor, Darsteller)
1997: Nackt im Cabrio (Darsteller)
1998: Lift (Darsteller)
1998: Liebe deine Nächste (Regisseur, Autor, Darsteller)
1999: Aimée und Jaguar (Darsteller)
1999: Sonnenallee (Produzent, Autor, Darsteller)
1999: Der Große Bagarozy (Darsteller)
2000: Flashback – Mörderische Ferien (Darsteller)
2000: LiebesLuder (Regisseur, Autor, Darsteller)
2002: Platzangst (Darsteller)
2003: Herr Lehmann (Darsteller)
2003: Mein Name ist Bach (Darsteller)
2004: Nacktschnecken (Darsteller)
2004: Liebe süß-sauer – Die Verlobte aus Schanghai (Darsteller)
2005: NVA (Produzent, Darsteller)
2005: Kabale und Liebe (Produzent, Darsteller)
2006: Knallhart (Regisseur)
2007: Hände weg von Mississippi (Regisseur, Darsteller)
2007: Die Gustloff (Darsteller)





